Kontakt & Erreichbarkeit

Adresse:

Freiwillige Feuerwehr Grödig

Gartenauerstraße 1

A-5082 Grödig


Telefon:

+43/6246/72222

Fax: +43/6246/73483

E-Mail:

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ACHTUNG:

Das Feuerwehrhaus ist

nicht ständig besetzt!

Erreichbarkeit am besten

mittwochs ab 19:30 Uhr.

 

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Kontakt

 

NOTRUF

122

Gefahrguteinsatz

Um 19:56 Uhr wurde durch einen aufmerksamen Passanten über Notruf eine starke Rauchentwicklung bei der Firma Danzer Furniere gemeldet.

Laut Alarm- und Ausrückeordnung wurden von der LAWZ Salzburg via Sirene, Ruftonempfänger und SMS die Feuerwehr Grödig und der Löschzug

Fürstenbrunn alarmiert.

Voraus Grödig traf als erstes an der Einsatzstelle ein und Einsatzleiter BI Ziegler Andreas führte sofort eine Erkundung durch. An der Rückseite der Lagerhalle konnte ein Brand eines unbekannten pulverförmigen Stoffes lokalisiert werden, was zu einer enormen Rauch- und Geruchsentwicklung führte. Hinweisschilder deuteten auf ein eventuell eingesetztes Schädlingsbekämpfungsmittel hin, das nicht mit Wasser gelöscht werden darf. Der Einsatzleiter ordnete durch einen Atemschutztrupp vom zweiteintreffenden RLFA einen ersten Löschversuch mittels Pulverlöscher an, welcher jedoch wenig Wirkung zeigte. Unterdessen trafen der Brandschutzbeauftragte und der Inhaber der Schädlingsbekämpfungsfirma ein und gaben erste Auskünfte über den Stoff.

Aufgrund dieser Erstinformationen wurde nun der Gefahrenbereich großräumig abgesperrt und über die LAWZ Salzburg die genauen Stoffdaten von der IGS-Fire-Datenbank angefordert. Aufgrund der vorherrschenden Windverhältnisse bestand zu keiner Zeit Gefahr für die Anrainer und die angrenzende Autobahn. Im nächsten Schritt wurde die Berufsfeuerwehr Salzburg mit dem Schaummittelfahrzeug und dem Trockenlöschanhänger (TROLA) zur Unterstützung angefordert und sämtliche verfügbare Pulverlöscher (inkl. einer benachbarten Tankstelle) zur Einsatzstelle gebracht. Mittlerweile wurde von der LAWZ Salzburg das Datenblatt für den Stoff an Florian Grödig gefaxt und zur Einsatzstelle gebracht. Nun wurde ein erneuter Löschangriff durch die Atemschutztrupps unter gleichzeitigem Einsatz mehrerer Pulverlöscher durchgeführt, was dann auch erste Erfolge zeigte.

Nach Eintreffen der Berufsfeuerwehr Salzburg wurde nach Absprache und erneuter Beurteilung der Lage der Landeschemiker verständigt und Teile des Gefahrgutzugs Flachgau alarmiert, um zusätzliche Schutzausrüstung und Auffangbehälter für den Stoff vor Ort zu haben.

Nach Rückkehr des ersten Atemschutztrupps wurde sofort eine Dekontamination mit Wasser durchgeführt. Inzwischen war auch der Feuerwehrarzt an der Einsatzstelle eingetroffen und ordnete an, dass der eingesetzte ATS Trupp sofort ins Feuerwehrhaus zur Körperhygiene gebracht wird. Im Anschluss wurden die Kameraden, die mit dem Stoff in Berührung waren, vorsorglich auf Vergiftungs- und Krankheitssymptome untersucht. Außerdem wurden ALLE eingesetzten Kräfte, die mit dem Stoff in Berührung gekommen sind, registriert.

Parallel dazu trafen nun die alarmierten Einheiten des Gefahrgutzugs Flachgau ein und der Zugskommandant meldete sich beim Einsatzleiter. Fast zeitgleich trafen nun der Landeschemiker (Hr. Kraml) und AFK 4 BR Joseph Eisl am Einsatzort ein und eine erneute Beurteilung der Lage erfolgte. Der Landeschemiker stufte die ausgehende Gefahr des Stoffes durch die vorangegangene Ausgasungsphase herunter und somit wurde beschlossen, dass die Reste des abgebrannten Stoffes durch Atemschutzträger in Schutzstufe 2

Anzügen in Plastikwannen gefüllt werden. Aufgrund der unbeständigen Wetterlage (eventuelle Niederschläge) wurden die Plastikwannen vorsorglich abgedeckt. Außerdem wurden die Reste des nicht vom Brand betroffenen Stoffes vom Landeschemiker und der Schädlingsbekämpfungsfirma gemessen und ordnungsgemäß versorgt.

Gegen 23:34 Uhr kam es erneut zu einer chemischen Reaktion und der in den Plastikwannen gelagerte Stoff, entzündete sich erneut. Nach Absprache zwischen Einsatzleiter und dem Landeschemiker wird der Stoff nun kontrolliert abgebrannt und die Reste durch einen Atemschutztrupp in Schutzstufe 2 in Brandschuttwannen aus Metall gefüllt.

Um ca. 1:30 Uhr konnten erste Einsatzkräfte aus dem Einsatz herausgelöst werden und ins Feuerwehrhaus zurückkehren. Nachdem es immer wieder zu chemischen Reaktionen kam wurde seitens der Feuerwehr Grödig das RLFA mit 5 Mann als Brandwache vor Ort eingeteilt und zur Unterstützung auch die Einheit der Berufsfeuerwehr Salzburg mit dem Schaummittelfahrzeug und dem Trockenlöschanhänger eingesetzt… 

Am darauffolgenden Tag wurde eine Begehung und eine Besprechung u.a. mit dem Kat-Referenten der Bezirkshauptmannschaft Salzburg Umgebung, dem Landeschemiker, einer Entsorgungsfachfirma, der Polizei, dem Landeskriminalamt, der Staatsanwaltschaft und der Schädlingsbekämpfungsfirma durchgeführt und um 15:30 Uhr wurde der Stoff schlussendlich durch eine Fachfirma entsorgt.

Im Einsatz standen insgesamt 79 Mann mit 14 Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr Grödig, des Löschzugs Fürstenbrunn, der Berufsfeuerwehr Salzburg und des Gefahrgutzugs Flachgau.

 

Fotos

Text: Robert Sperl, LM

Fotos: Aktivnews

Einsatzdaten

Einsatzdaten:
   
Datum:   23.08.2015
Uhrzeit:   19:55
   
FF Grödig:
   
Einsatzfahrzeuge:    
Mannschaftsstärke:    
Einsatzleiter:   BI Andreas Ziegler